„Mrs. Mabels letzte Liste“ von Laura Pearson erzählt die berührende Geschichte einer 86-jährigen Frau, die sich entschließt, ihr Leben nach dem Tod ihres langjährigen Ehemannes noch einmal aktiv zu gestalten. Es ist ein Roman über Abschied und Versöhnung, aber vor allem über die Kraft, auch im hohen Alter noch Verantwortung für das eigene Leben und Glück zu übernehmen.

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Ich habe den Roman als EBook des Herausgebers Piper ebooks, 2025, gelesen. Der Roman ist auch als Taschen- und Hörbuch erhältlich.
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Inhaltsangabe
Mabel ist 86 Jahre alt, als Arthur, der Mann, mit dem sie gefühlt fast ihr ganzes Leben lang verheiratet war, stirbt. Arthur liebte es, Listen zu schreiben, um sein Leben zu ordnen. Nach seinem Tod findet sie eine angefangene Liste mit der Notiz „nach D. suchen.“ Mabel glaubt sofort zu wissen, was gemeint ist. Sie macht sich auf die Suche nach der gemeinsamen Jugendfreundin Dorothee. Vor vielen Jahren ist der Kontakt zu ihr abgebrochen. Warum? Mabel weiß es nicht. Macht es einen Sinn, nach der verlorenen Freundin zu suchen? Lebt Dorothee überhaupt noch?
Auf der Suche nach Dorothee versammelt Mabel, die an der Seite von Arthur eher zurückgezogen gelebt hat, nach und nach die unterschiedlichsten Frauen um sich herum, von denen sie bei ihrer Suche unterstützt wird, denen sie aber auch viel zu geben hat, nämlich ihre Freundschaft und liebevolle Unterstützung.
Hauptfigur und Themen
- Mabel:
Mabel ist eine eigenwillige, liebenswerte Frau, die trotz zunehmender Gebrechlichkeit nicht bereit ist, sich passiv in ihr Schicksal zu fügen. Im Gegenteil: nach dem plötzlichen Tod ihres liebevollen Ehemannes Arthur, öffnet sie sich für neue Wege und Möglichkeiten. Sie ist ehrlich, manchmal schroff, aber immer authentisch. Im Verlauf des Romans wächst sie über sich hinaus, lernt, sich selbst und anderen zu vergeben, und entdeckt, dass es nie zu spät ist, Frieden mit sich und nicht eingestandenen Gefühlen zu schließen. - Zentrale Themen:
- Abschied und Neuanfang: Der Roman zeigt, dass jeder Tag eine Chance für Veränderung ist, sogar am Lebensabend.
- Versöhnung und Vergebung: Alte Wunden können heilen, wenn man den Mut hat, sich ihnen zu stellen.
- Selbstbestimmung: Mabel nimmt ihr Leben in die Hand und entscheidet selbst, wie sie ihren letzten Lebensabschnitt gestalten möchte.
- Zwischenmenschliche Beziehungen: Der Roman feiert die Kraft von Freundschaft, Familie, ehrlicher Kommunikation und der Bereitschaft, sich seinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen zu stellen..
Der Schreibstil
Die britische Autorin Laura Pearson schreibt einfühlsam, klar und mit leiser Wärme. Die Sprache ist zugänglich und schnörkellos. Ihr Schreibstil ist voller kleiner Beobachtungen und feiner Zwischentöne. Humorvolle Passagen lockern die ernsten Themen auf, ohne sie zu banalisieren. Die Kapitel sind übersichtlich, der Lesefluss ist angenehm und auch für weniger geübte Leser und Leserinnen geeignet.
Meine persönliche Bewertung
„Mrs. Mabels letzte Liste“ ist ein lebenskluger Roman, der Mut macht, das eigene Leben selbstkritisch zu bewerten, sich Fehler einzugestehen und bis zum Schluss aktiv zu gestalten. Mabel ist eine Heldin, deren Ehrlichkeit und Tatkraft berühren. Ihre Geschichte zeigt, dass es nie zu spät ist, Frieden mit sich selbst zu schließen. Für mich war das Buch eine Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Für weniger glaubhaft halte ich angesichts von Marbels hohem Lebensalter die relativ hohe Anzahl und die Unterschiedlichkeit der Frauen, die sich um Marbel freundschaftlich versammelt. Meine persönliche Lebenserfahrung und meine eigenen Beobachtungen sprechen dagegen.
Zitat aus dem Buch:
„Manche Dinge kann man nicht aufschieben, wenn man weiß, dass die Zeit knapp wird. Aber vielleicht ist genau das der Moment, in dem das Leben am meisten zählt.“
Empfehlung:
Für alle, die Geschichten über Mut, Versöhnung und die Kraft des Alters lieben, ist „Mrs. Mabels letzte Liste“ eine echte Empfehlung, bewegend, ehrlich und voller Lebensweisheit.
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Frage an die Leserinnen und Leser:
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